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Aktuelles

Wirecard stellt Insolvenzantrag - Ohne Klage zum Ziel

Wir informieren Sie hier über das Insolvenzverfahren, Ihre Schadensersatzansprüche, Verjährungsfragen, eine mögliche Klage und andere, kostenschonende Wege!

Wirecard AG stellt Insolvenzantrag - Auch ohne Klage zum Ziel !

Wir informieren Sie hier über das Insolvenzverfahren, Ihre Schadensersatzansprüche, Verjährungsfragen, eine mögliche Klage und andere, kostenschonende Wege!

München, 25.06.2020: Derzeit überschlagen sich die Meldungen über die Vorgänge bei der Wirecard AG. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, Ex-Vorstand Jan Marsalek ist auf der Flucht und der einstige Star des Dax Wirecard AG hat nun Insolvenz beantragt.

Wir erklären Ihnen, was Sie als Aktionär oder Anleihegläubiger nun wissen müssen:


Insolvenzverfahren - Forderungsanmeldung
Die Wirecard AG hat nun Insolvenzantrag gestellt, dem das Insolvenzgericht mit Sicherheit nun stattgeben wird. Aufgrund der wachsenden Unsicherheit sind die ersten Kunden der Wirecard abgesprungen oder hatten dies vor. Das Unternehmen sieht sich aufgrund der im Raum stehenden Bilanzfälschungen aber ohnehin betroffenen Anlegern gegenüber deren Forderungen den Wert des Unternehmens weit übersteigen dürften.

Ihre Forderungen im Rahmen des Insolvenzverfahrens zur Tabelle anzumelden macht Sinn, ist derzeit aber noch gar nicht möglich.

Dennoch empfehlen wir den Betroffenen schon jetzt den Auftrag dazu erteilen, damit Fristen nicht versäumt werden.  


Klage gegen die Wirecard AG
Viele Anwälte werden mit schnellen Klagen gegen die Wirecard AG. Dies macht jetzt, angesichts der Insolvenz aber gar keinen Sinn. Denn mit der Insolvenz wird die AG vom Insolvenzverwalter vertreten. Gegen diesen muss man nur dann Klage erheben, wenn dieser Ihre Forderungsanmeldung (s.o.) zurückweist.

Eine schnelle Klageeinreichung empfehlen wir daher nicht!


Ansprüche gegen D&O-Versicherungen
Vorstände und Aufsichtsräte müssen für Vermögensschäden unter Umständen haften. Hierfür existieren die sogenannten D&O (Directors-and-Officers) Versicherungen. Ob eine Klage gegen diese derzeit notwendig ist, ist fraglich. Denn die Pflichtverletzungen der Vorstände und Aufsichtsräte sind evident und somit auch eine Haftung der Versicherung.

Wir empfehlen hier, zunächst den Verhandlungsweg zu beschreiten. Denn gerade bei Aktionären oder Anleihegläubiger, die erst im Jahre 2018/2019 gezeichnet haben, erscheint es aussichtsreich, dass die Versicherungen zu einer außergerichtlichen Lösung bereit sind. Dies ist vor allem – aber nicht nur – Geschädigte interessant, die nicht rechtsschutzversichert sind.

Auch insoweit empfehlen wir Betroffenen, sich anwaltlich vertreten zu lassen.


Ansprüche gegen Ernst & Young
Die Wirecard AG krachte zusammen, weil die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young das Testat für das Geschäftsjahr 2019 zwei Tage vor Ablauf der Frist verweigerte. Das Pikante daran: Für 2018 bescheinigte Ernst & Young der Wirecard AG aber noch, dass bei dem Unternehmen alles regelkonform abgelaufen sei.

Sollten die aktuell bekannten Zustände – insbesondere das Verschwinden von 1,9 Milliarden Euro - schon 2018 geherrscht haben und war dies für Ernst & Young bei Unterzeichnung des Testats erkennbar, dann besteht eine Haftung von Ernst & Young zumindest den Anlegern gegenüber, die nach der Veröffentlichung dieser Bilanz Anleihen gezeichnet oder Aktien erworben haben.

Hier werden wir intensiv recherchieren und unsere Ergebnisse auch mit der Staatsanwaltschaft teilen. Diese selbst hat unter Führung der erfolgreichen und hartnäckigen Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl Ermittlungen aufgenommen.

Neben den D&O-Versicherungen stellt Ernst & Young und deren Versicherung sicherlich die potentesten Gegner dar. Zusammen sollten die Deckungssummen ausreichen, um die betroffenen Aktionäre und Anleihegläubiger zumindest größtenteils zu befriedigen.

Auch insoweit empfehlen wir Betroffenen, sich anwaltlich vertreten zu lassen.


Rechtsschutzversicherung
Rechtsschutzversicherungen haben grundsätzlich derartige Fallgestaltungen zu decken. Ausnahme besteht bei neueren Versicherungen, die Kapitalanlagen jeder Art ausschließen. Gerne prüfen wir eine Deckung Ihrer Rechtsschutzversicherung, wenn Sie zum Zeitpunkt des Erwerb der Aktien/Anleihen versichert waren und Sie uns die entsprechenden Daten zur Verfügung stellen.


Verkauf der Aktien
Der Kurs der Wirecard-Aktie liegt nun schon nahe beim Ramschniveau. Überlegen Sie, ob Sie dennoch verkaufen wollen. Ein Verkauf hat keine rechtlichen Auswirkungen auf Ihre Forderungen. Sie können damit aber gegebenenfalls Ihren Schaden wenigstens etwas reduzieren. Natürlich ist auch eine Kurssteigerung noch theoretisch denkbar. Eine Empfehlung geben wir diesbezüglich nicht ab. Dies müssen Sie entscheiden.  


Ergebnis
Die Schädler Forster Rechtsanwälte und Fachanwälte als langjährige Experten für Bank- und Kapitalmarktrecht vertreten kompetent betroffene Anleger. Die langjährige Erfahrung zahlt sich für die Mandanten durch extrem hohe Erfolgsquoten aus.

 

Mehr dazu im Hauptartikel: www.schaedler-forster.de/wirecard