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Canada Gold Trust - Anleger werden für Sanierung zur Kasse gebeten

Canada Gold Trust - Anleger werden für Sanierung zur Kasse gebeten

"Sanierer" Dr. h.c. Rudolf Döring tritt Amt an - XOLARS fordert Ausschüttungen von Anlegern zurück - Zweifel am Sanierungskonzept - RA Stefan Forster warnt vor voreiligen Schritten

Kaum schien nach der letzten Gesellschafterversammlung in Stuttgart etwas Ruhe eingekehrt, droht den betroffenen Anlegern neues Ungemach. Im Rahmen der "Sanierung" der Canda Gold Trust - Gesellschaften sollen Anleger einen großen Teil der bislang erhaltenen prospektgemäßen Vorabauschüttungen freiwillig zurückzahlen. Im Fall der Weigerung steht seitens der Anwälte der XOLARIS Service GmbH die Drohung mit gerichtlicher Geltendmachung der Ansprüche gegen die individuellen Anleger im Raum. Betroffenen Anlegern wird geraten, die Rechtmäßigkeit der Rückforderungen individuell prüfen zu lassen.

 

Was bereits nach der letzten Gesellschafterversammlung vermutet wurde, ist nun eingetreten: Im Namen der  der XOLARIS Verwaltungs GmbH fordert der neue Geschäftsführer Dr. h.c. Rudolf Döring von den Anlegern 30 Prozent der in den letzten Jahren erhaltenen Vorabausschüttungen zurück. Die Rückforderung der Gelder soll die Canada Gold Trust - Fonds vor der drohenden Pleite bewahren. Ohne die - zumindest vorerst- teilweise Rückforderung der Ausschüttungen könne der Geschäftsbetrieb nicht in der erforderlichen Weise aufrecht erhalten werden, zudem sei eine Rückforderung der Vorabausschüttungen in der Satzung vorgesehen, sollte dies sie Liquiditätdlage des Fonds erforderlich machen. Mit den Geldern der Anleger soll die Sanierung vorangetriebnen und neue Projekte in Kanada finanziert werden.

Mit der Bestellung der XOLARIS Verwaltungs GmbH als Komplementärin der Canada Gold Trust - Fonds seien die vorher bestehenden Interessenkonflikte beseitigt worden, der ursprünglich von der HGM an die BDO erteilte Auftrag zur Prüfung der Mittelverwendung sei erweitert worden, die Treuhandkommanditisten werde in die Prüfung einbezogen und ihr Auskunftsrechte erteilt. Vor dem Hintergrund der Ergebnisse dieses Gutachtens sollen Schadensersatzansprüche gegen die HGM und dem Board der HGM geprüft werden, während sich die HGM unter Einbeziehung der Komplementärin um neue Investoren bemüht.

Der neue Geschäftsführer Dr. h.c. Rudolf Döring beschreibt seine Tätigkeit denn auch "als Sanierung notleidender Fonds" und "Krisenmanagement". Für viele Anleger, die die Entwicklungen bei ihren Canada Gold Trust - Beteiligungen bislang nicht besonders verfolgt haben, dürfte dieses Schreiben der XOLARIS den finalen Weckruf darstellen. Wurden sie bislang nur hinsichtlich der Rückzahlung des investierten Kapitals vertröstet, droht nun die Rückzahlung von eigenem Geld in nicht unerheblicher Höhe - selbst wenn es vorerst bei einem Drittel der erhaltenen Rückzahlungen bleiben sollte. "DIe Rückforderung der Ausschüttungen ist kritisch zu sehen. Aufgrund der jahrelangen Erfolgsmeldungen seitens der Canada Gold Trust und der Henning Gold Mines Inc. konnten sie die ganze Zeit davon ausgehen, dass die Auszahlungen aufgrund der behaupteten Erfolge in Kanada erwirtschaftet woreden waren. Kaum ein Anleger dürfte die Ausschüttngen beiseite gelegt haben. Insbesondere bei Anlegern der ersten Canada Gold Trust - Fonds drohen nun hohe Rückforderungen, ohne dass ein Totalverlust des gesamten Investments ausgeschlossen ist", so die Meinung von RA Stefan Forster.

Schon allein wegen der Rückzahlungsklausel in den Fondsverträgen sollten Anleger die Rückforderung durch die XOLARIS nicht pauschal als unwirksam ignorieren, zudem stellt auch eine Insolvenz der vier Canada Gold Trust - Fonds für die Anleger wohl keine wirkliche Perspektive dar. Vor einer vielleicht vorschnellen Rückzahlung der Gelder sollte die Rechtmäßigkeit der Rückforderung im konkreten Fall individuell geprüft werden, zumal Zweifel an den auf der Gesellschafterversammlung und im Rückforderungsschreiben gemachten Aussagen der HGM, der Canda Gold Trust - Fonds und der XOLARIS bislang noch nicht beseitigt werden konnten.

Noch im Februar hatte der Geschäftsführer der Canada Gold Trust - Fonds Peter Prasch von erheblichen Goldvorkommen im Bereich des Eight Mile Lake - Claims gesprochen und einen baldigen Erfolg der kanadischen Goldprojekte in Aussicht gestellt. Wie sich zwischenzeitlich herausgestellt hat, kommt ein nach dem strengen kanadischen Standard NI43 - 101 erstellter Technical Report for Eight Mile Lake zu einem ganz anderen Ergebnis:

Demnach gibt es nur Hinweise auf Vorkommen der sog. "inferred category", auf ausreichenden tatsächlichen Explorationsmaßnahmen beruhende Beweise für tatsächlich vorhandene und wirtschaftlich abbaubare Goldvorkommen in dem angepriesenen Umfang lassen sich nach unserer Verständnis dem Report nicht entnehmen, unter anderem werden deshalb noch deutlich mehr  Probebohrungen empfohlen. Projekte, die ohne ausreichende Evidenzgrundlage und darauf fundierender Wirtschaftlichkeitsstudie mit der Förderung beginnen, hätten in der Vergangenheit ein erhöhtes Risiko des technischen und wirtschaftlichen Scheiterns gehabt.

WIe schon im Vorfeld bleibt auch das aktuelle Schreiben zur Person des neuen Geschäftsführers der XOLARIS Verwaltungs GmbH sehr vage. Neben der genannten Firma Pro Emotion GmbH sind vor die nicht näher bezeichneten "anderen Gesellschaften" von Interesse, als eine von vielen etwa die in Liechtenstein beheimatetes SWM AG, wo er sich als Geschäftsführer um "gemanagte Edelmetallrohstoffverwaltung" kümmert. Erst im November letzten Jahres wurde über das Vermögen des Pylon Performance Fonds I das Insolvenzverfahren eröffnet - als Geschäftsführer der Pylon Performance Fund Management GmbH fungierte derselbe Geschäftsführer. Schon im Jahr 2004 war er für die Frankonia Service GmbH als Geschäftsführer  tätig. Die Produkte der Frankonia - Gruppe wurden zum Desaster für die Anleger mit strafrechtlichen Folgen für die Verantwortlichen. Kann die XOLARIS hier nicht mit Belegen für im Sinne der Anleger erfolgreich verlaufenden Sanierungsprojekten aufwarten, drängt sich eher der alte Spruch vom "medicus", der zum "vispillo" wurde auf.

Vor allem aber muss sich die XOLARIS daran messen lassen, wie konsequent sie angesichts von Untreuevorwürfen gegen die Verantwortlichen bei der Henning Gold Mines Inc. vorgehen will.Gemäß dem ursprünglich vorgestellten Sanierungskonzept sollten unter anderem Schadensersatzansprüche gegen die Hintermänner der Canada Gold Trust - Fonds bei der HenningGold Mines Inc. geprüft werden. Rechtsanwalt Stefan Forster sieht darin den entscheidenden Punkt für die betroffenen Anleger: "Ich  rate meinen Mandanten von einer vorzeitigen Zahlung ohne individuelle Prüfung im Einzelfall ab. Nach wie vor gibt es seitens der XOLARIS kaum verlässliche Informationen über die tatsächliche Verwendung der Gelder durch die Henning Go0ld Mines Inc. und ihre Tochtergesellschaften, insbesondere die Mary Ceek Gold Mines Inc., Beaver Pass Gold Mines Inc. und Stanley Gold Mines Inc... Vor dem Hintergrund ganz konkreter benannter Firmen und Zahlungen müssen die Verantwortlichen bei der HGM und der XOLARIS endlich im Sinne der Anleger offenlegen, wohin deren Gelder geflossen sind, bevor noch weiteres Anlegerkapital zurückgefordert wird."

Stand 2020 sind die Fonds der NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21, Canada Gold Trust I, II, III und IV allesamt gescheitert. . „Eine Rückzahlung wenigstens eines Teils der Beteiligungssumme dürfte nur noch im Rahmen von rechtzeitig eingeklagten Schadensersatzansprüchen in Betracht kommen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger ihre Beteiligungen einer genauen rechtlichen Prüfung im Einzelfall unterziehen lassen“, so Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Schädler Forster Rechtsanwälte Partnerschaft mbB.


Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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