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NCI 21 und Canada Goldtrust - Goldfonds der dima24.de in Bedrängnis

NCI 21 und Canada Gold Trust - Goldfonds der dima24.de in Bedrängnis

Steigende Goldpreise nach der Euro - Krise führten ab 2010 zu einer steigenden Nachfrage nach Goldinvestments. Gerade Sachwertanlagen in Kanadische Goldminen standen im Jahr 2012 offenbar hoch im Kurs – gleich mehrfach befasste sich unter anderem „Der Aktionär“ mit dem „Goldrush in Canada“ und pries mit Schlagwörtern wie „Open Pit Mining“ und „Cariboo District“ die erfolgsversprechenden Investmentmöglichkeiten in den Weiten Kandas.

Nach den "Dubai"-Fonds der Selfmade Capital und den Öl- und Gasfonds der NCI New Capital Invest sollten die ab 2011 angebotenen Goldfonds der Canada Gold Trust zu den neuen Top-Sellern von Malte Hartwiegs dima24.de - Imperium werden. Auch die (Senior-) Analysten" genannten Telefonberater der dima24.de persönlich hatten wenig Hemmung, die hochriskanten Blind-Pool-Fonds an die größtenteils völlig unerfahrene Anleger zu bringen: Als Belohnung für besonders viele und hohe Beteiligungen wurden ihnen jeweils kleine Vermögen in Form von Goldmünzen als Provision gezahlt, wie Recherchen der Kanzlei Schaedler Forster zeigen. "Eine korrekte, sich nach der Erfahrung und den individuellen Bedürfnissen des einzelnen Anlegers richtende und auch ausdrücklich auf die vielen Gefahren der hochriskanten Anlage eingehende Beratung fand seitens der dima24.de - Vermittler in den Fällen unserer Mandanten nach unserer Erfahrung so gut wie nie statt", so RA Stefan Forster.

Nachdem es nach dem Scheitern der ersten von Malte Hartwieg und Christian Kruppa aufgelegten Fonds noch einige Monate so ausgesehen hatte, als bliebe der NCI New Capital Invest Proven Gold 21 - Fonds und die vier Fonds der Canda Gold Trust und das "Gold-Bonus-Programm" vom Anlageskandal um Malte Hartwieg und seinen in Dubai ansässigen "Investmentchef" Christian Kruppa verschont, steht mittlerweile fest, dass die gesamte NCI New Capital Invest im (vorläufigen-) Insolvnezverfahren steckt und auch die Canada Gold Trust - Fonds und die Henning Gold Mines Inc. weitgehend wertlos sind.

Noch im Juli 2014 kündigte die Canada Gold Trust an, die Beteiligungen der Anleger in Aktien des Mutterkonzerns Henning Gold Mines Inc. umwandeln zu wollen, angeblich zum Vorteil für die Anleger. Bereits damals stand der Verdacht im Raum, dass es der Canada Gold Trust und der HGM - Gruppe in erster Linie darum ging, wirtschafltiche Probleme zu verschleiern. "Die Umwandlung von Gesellschaftsanteilen in Aktien wird  regelmäßig von notleidenen Fonds ins Spiel gebracht. Spätestens wenn die Aktien dann irgendwann einmal handelbar werden, stellen Anleger fest, dass Sie wertlos sind. In der Szene der Fondsinitiatoren wird eine solche Strategie auch als Exitstrategie bezeichnet. Die Verluste werden so letztlich endgültig auf die Anleger abgewälzt."

Bereits 2015 musste die Henning Gold Mines Inc. , seit 2014 auch Eigentümerin der deutschen Canada Gold Trust – Gesellschaften, einräumen, dass den ursprünglichen Claims der Mary Creek Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust I), Beaver Pass Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust II) und Stanley Gold Mines Inc. (Canada Gold Trust III) trotz der seit 2011 an die Anleger gezahlten Vorabausschüttungen keinerlei nennenswerte Goldförderung stattfand. Nach Exploration des Mary Creek Claims seien keine ausreichenden Goldvorkommen bestätigt worden, bei den restlichen Claims sei die Exploration noch nicht weit genug fortgeschritten. Im Bereich des Eight Mile Lake Claims wurden im Jahr 2013 wohl ausreichend Vorkommen für eine Probeförderung vermutet, aber dann nur ein Bruchteil der für die Bedienung der Forderungen der Fonds benötigten Verkaufserlöses erwirtschaftet. Zur Umwandlug in Aktien kam es nicht - anders als beim Angebot der Fonds an die Anleger in Deutschland schritt vorher die kanadische Börsenaufsicht ein. Die strengen kanadischen Vorschriften, gerade was das Werben mit angbelichen Goldvorkommen angeht, brachten das Vorhaben zum Scheitern.

Zudem zeigte sich immer mehr, welche Verflechtungen im Bereich der verschiedenen Goldfonds auch mit Malte Hartwiegs dima24.de – Imperium bestehen. So flossen scheinbar auch die Anlegergelder des NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21 – Fonds zum großen Teil an die GV Mining GP. Als Managing Director war auch dort ein Board Member der Henning Gold Mines Inc. angegeben, welches bis zum 06.08.2014 auch als Geschäftsführer der Malte Hartwieg Firma NCI New Capital Invest Proven Gold Canada Management GmbH im Handelsregister eingetragen war. Die leidgeprüften Anleger dürfte es deshalb nicht mehr wundern, weshalb sowohl der NCI 21 – Fonds als auch die Canada Gold Trust Fonds in denselben einschlägigen Magazinen und Ratingberichten hochgejubelt wurden wie die anderen dima24.de -Fonds.

Es besteht die Gefahr, dass sich die fehlenden Goldvorkommen auch auf den NCI 21 – Fonds auswirken. Obwohl zum Konzern der Henning Gold Mines Inc. auch die Golden Valley Mining gehört, gab sich der Managing Director der Golden Valley Mining, der selbsternannte Goldexperte Björn Paffrath im Juni 2013 noch sehr optimistisch. Unter anderem gäbe es eine Beteiligung am Nixon Fork Goldprojekt in Canada, bei dem bereits 3.000 Unzen Gold gefördert worden seien. „Für die Anleger sind die Aussagen zu tatsächlichen und erwarteten Fördermengen der einzelnen Minenfirmen kaum nachvollziehbar. Schon die Henning Gold Mines Inc. ist ein Beispiel für die komplizierten Beteiligungen der verschiedenen Firmen aneinander und an verschiedenen Claims. Zudem ist oft nur von in der Zukunft gewollten oder erwarteten Fördermengen die Rede. Der Anleger muss sich deshalb voll auf die Seriosität der Firmen verlassen“, mahnte RA Stefan Forster  frühzeitig.

Auffällig sind auch die Beteiligungen der Henning Gold Mines Inc. an der SN Mineral AG und der Wingdam Mining AG. Diese stehen offenbar im Zusammenhang mit einem „share deal“ mit der First Capital Invest AG. Letztere Firmen stehen im Zusammenhang mit der Aktie der SN Mineral Mining AG des verhafteten Peter Sommer. Als typische Pennystock-Aktie war diese in dubiosen Börsenbriefen erst hochgelobt worden, um dann im Dezember 2012 mit einem Schlusskurs von unter 3 Cent aus dem First Quotation Board entfernt zu werden.

Ein noch brisanterer „share deal“ fand im Frühjahr 2014 zwischen Malte Hartwiegs NITRO INVEST und der Schweizer IPF AG (International Property Finance AG) statt. Über seine Holdinggesellschaft NITRO INVEST hatte Malte Hartwieg bis dahin 100% der EURO GRUNDINVEST – Anteile gehalten. Im Herbst  2014 stellte sich heraus, dass hinter der IPF AG ein schweizer Investor steckt, der  über seine Gesellschaften auch Anteilseigner der Henning Gold Mines Inc. und damit der Canada Gold Trust - Gruppe war. Mehrere Jahre später steht fest, dass das Restvermögen der Euro Grundinvest über Jahre hinweg ausgeplündert und zum Teil nach Curacao in der Karibik überwiesen wurde. Stand 2020 ermittelt die Staatsanwaltschaft  des Kantons Basel noch immer u.a. wegen Geldwäsche.

Stand 2020 sind die Fonds der NCI New Capital Invest Proven Gold Direct 21, Canada Gold Trust I, II, III und IV allesamt gescheitert. . „Eine Rückzahlung wenigstens eines Teils der Beteiligungssumme dürfte nur noch im Rahmen von rechtzeitig eingeklagten Schadensersatzansprüchen in Betracht kommen. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger ihre Beteiligungen einer genauen rechtlichen Prüfung im Einzelfall unterziehen lassen“, so Rechtsanwalt Forster von der Kanzlei Schädler Forster Rechtsanwälte Partnerschaft mbB.


Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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