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LEONIDAS Associates VIII

Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG - Beteiligung an Windkrafftanlagen in der Normandie

Mit dem im April 2013 aufgelegten Fonds Leonidas Associates VIII wollte das fränkische Emissionshaus Leonidas Associates nach sechs vorangegangenen Solarfonds und dem unglücklichen Wasserwirtschaftsfonds Leonidas Associates VII H2O  deutschen Anlegern die Investition in "Windkraftanlagen in der Normandie" ermöglichen. Stand 2021 gibt es große Bedenken, dass der als "Langläufer" mit einer Laufzeit von 15 Jahren konzipierte Fonds die hohen im Prospekt prognostizierten Renditen einfahren kann. Nachdem beim Vorgängerfonds sogar das Risiko eines Totalverlustes droht, waren zuletzt die als "Kurzläufer" mit einer Laufzeit von weniger als 5 Jahren konzipierten Windkraftfonds Leonidas Associates XIII und XIV offenbar in Schieflage geraten.

Anders als bei den erst gegen Ende des Jahrzents auslaufenden Fonds müssen diese deutlich früher Rechenschaft über den Investitionserfolg ablegen. Nachdem schon in den letzten Jahren die jährlichen Ausschüttungen deutlich hinter den "konservativen Prognosen" zurückgeblieben sind, wandte sich im Spätsommer 2020 die Fondsgeschäftsführung an die Anleger und bat um die schriftliche Zustimmung für den Verkauf von Windparks. Als Folge hätten sich für die Anleger Verluste von bis zu 40 % realisiert. Eine knappe Mehrheit der Anleger stimmte nicht zu, der Verkauf konnte nicht umgesetzt. werden. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - alleine das Angebot der Fondsgeschäftsführung deutet darauf hin, dass das ganze Geschäft mit den französischen Windparks in schweres Fahrwasser geraten ist. Ein Weiterso bedeutet  nicht, dass die drohenden Verluste nicht auftreten. Spätestens wenn bei den  Kurzläufern der Exit nicht mehr aufgeschoben werden kann, muss das Fondsmanagement Farbe bekennen. Im schlimmsten Fall könnten dann noch größere Verluste drohen.", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Schädler Forster.

Dies gilt auch für die "Langläufer" - Fonds wie den Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG. Auch bei diesen waren die tatsächlichen Renditen deutlich hinter den prospektierten Prognosen zurückgeblieben. Gerade deren langfrstige Investmenterfolge beruhen auf dem Erfolg der Investitionen in französische Windparks. Die Renditeprobleme der "Kurzläufer" können darauf hindeuten, dass bereits jetzt die Grundlagen für den Investitionserfolg der noch fast zehn Jahre laufenden Fonds bedroht sind, auch wenn dies noch nicht aufgedeckt wurde.

Aktuell besteht der Verdacht, dass unerwartet große Widerstand gegen den Verkauf auf einer seit längerer Zeit geplanten Gegenkampagne beruht. Auf der Ebene der Anlegerverwaltung scheint es einen Machtkampf um dne Zugang zu den Anlegern zu geben. Nachdem sich ab Mitte 2017 Max-Robert Hug angeblich zurückgezogen hatte, hatte in den letzten Jahren Antje Grieseler den Kurs der Leonidas Fonds maßgeblich mitbestimmt. Die tatsächlichen Hintergründe sind nicht bekannt. Bereits seit längerem vermuteten Brancheninsider einen Machtkampf hinter den Kullissen, bei dem auch das Wissen über mögliche Unregelmäßigkeiten im Konzern als Munition verwendet werden könnte. Nicht ganz überraschend kam es im Spätsommer deshalb erst zur Ablehung der Verkaufspläne, dann zu Wechseln in der Geschäftsleitung der Leonidas.

Ende 2020 wurde der Machtkampf durch den Rücktritt des als "Grieseler - Vertrauten" bezeichneten Ralf Schamberger als Vorstand und dem Ausscheiden von Antje Grieseler als Geschäftsführerin der Leonidas Treuhand GmbH offensichtlich. Über sogenannte Brancheninsider wird verbreitet, dass dies auf Druck der Anleger hingeschehen sei. Freilich dürften sich diese nicht von sich aus organisiert haben, um den mit Dr. Alexander Deicke einen einen "Interimsmanager" einzusetzen. Auch das Chaos der letzten Wochen um die Anlegerverwaltung - Mandanten berichten etwa von einer zeitweisen Unerreichbarkeit sowohl der Telefonnummer als auch der E-Mail - Adresse - deutet darauf hin, dass neben dem Wissen über mögliche Unregelmäßigkeiten insbesondere die Kontrolle der Anlegerstimmen wichtigstes Kapital in der aktuellen Auseinadersetzung sind. Als Geschäftsführer der Leonidas Treuhand GmbH fungiert Max-Robert Hug, der seinen Rückzug damit wohl beendet haben dürfte. Im Verkaufsprospekt zum Leonidas Associates VIII - Fonds hatte er als einer von zwei Geschäftsführern neben Antje Grieseler die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Verkaufsprospekts übernommen. In der von beiden unterschriebenen Einleitung heißt es zu den prognostizierten Renditen von 221 %, diese seien "auf Basis einer konservativen Kalkulation" erfolgt, nachdem "vom Erwartungswert sogar 10 % Sicherheitsabschlag abgezogen" wurden.

 

Beteiligung an der Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG - Beteiligung an Windkraftanlagen in der Normandie

Mit der Beteiligung an der  Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG sollten deutsche Anleger die Gelegenheit erhalten, sich mittelbar an  zehn Windkraftanlagen in der Normandie zu beteiligen. Die effizienten und wartungsarmen Anlagen sollten vom dänischen Hersteller Vestas stammen, als Partner und Generalunternehmer die französische Global EcoPower S.A. fungieren.

Als Betreibergesellschaft der Windparks sollte die Montbray Margueray Energie SNC fungieren. Zum von den Fondsanlegern stammenden Eigenkapital in Höhe von EUR 9.5 Mio. sollte konzeptgemäß erhebliches Fremdkapital von Banken und anderen institutionellen Investoren kommen. Nach der Darstellung im Prospekt konnte so bei den Vorgängerfonds mit einem Eigenkapital von knapp EUR 40 Mio. ein Gesamtinvestitionsvolumen von über EUR 230 Mio. realisiert werden.

Konzeptgemäß beteiligte sich der Anleger über die HBS Vermögensverwaltungs GmbH (Treuhänderin) mit seiner Beteiligungssumme als (Treuhand-) Kommanditist an der Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG (Fondsgesellschaft). Nach Abzug der Fondsnebenkosten und der Fondskosten wird das verbleibende Nettoanlagekapital (86,47 % des Eigenkapitals ohne Agio, nur 82,35 % bei Berücksichtigung des vom Anleger zu bezahlenden Agios) über die Fondsgesellschaft Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG schließlich der  Montbray Margueray Energie SNC (Betreibergesellschaft) für Investitionen zur Verfügung gestellt. Zusätzlich nimmt diese Fremdkapital auf, bis das Gesamtinvestitionsvolumen von EUR 33,7 Mio. erreicht ist. Konzeptgemäß macht das an die Beteiligungsgesellschaft weitergeleitete Nettoanlagekapital nur 28 % des Investitionskapitals aus. 72 % nimmt diese im Rahmen einer langfristigen Finanzierung von Banken auf.

Auf diese Weise sollen ab 2014 jedes Jahr 7%  Ausschüttungen (vor Steuer) erfolgen. Bereits ab 2017 wird ein Anstieg erst auf 8 %, dann bis 2026 sogar auf 14 % pro Jahr prognostiziert. Bis 2026 sollen sich diese Ausschüttungen auf 123% (vor Steuer) summieren. Am Ende der prognostizierten Beteiligungszeit ist der Exit für die Jahre 2027 und 2028 geplant, für die noch einmal 24 % bzw. 74 % Ausschüttungen prognostiziert sind. Insgesamt geht die Prognose von Ausschüttungen in Höhe von 221 % aus. Nach Steuern geht die Ausschüttungsprognose immerhin noch von 217,67% aus. Im Prospekt von 2012 erklären die Geschäftsführer Antje Grieseler und Max-Robert Hug, dass dies "auf Basis einer konservativen Kalkulation" erfolgt und vom Erwartungswert sogar 10 % Sicherheitsabschlag abgezogen werden.

Der Mindestanlagebetrag für eine Beteiligung an der Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG beträgt 10.000 EUR zzgl. Agio. Mit einem geplanten Ende der  Laufzeit zum 31.12.2028, die ggf. sogar noch verlängert werden kann,  handelt es sich um einen Fonds mit  sehr langer Beteiligungszeit.

 

Risiken der Beteiligung an der Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG

Bei einer unternehmerischen Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist besteht regelmäßig die Gefahr des Totalverlusts des investierten Betrages. Wegen der Beteiligung als (Treuhand-)Kommanditist ist die persönliche Haftung in solchen Fällen grundsätzlich auf die Beteiligungssumme begrenzt. Im besonderen Fall einer Finanzierung des Investments durch ein Darlehen des Anlegers haftet dieser für die Rückzahlung und die Zinsen mit seinem privaten Vermögen hingegen unbegrenzt, weshalb gerade bei der Anlage in geschlossene Fonds davon grundsätzlich abgeraten wird.

Immer wieder kommt es auch in Fällen einer Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist an einer GmbH & Co. KG im Fall des Scheiterns der Fondsgesellschaft zu Rückforderungen der ausgezahlten Ausschüttungen, sei es durchd die Fondsgesellschaft selbst oder im Falle einer Insolvenz durch den Insolvenzverwalter, insbesondere für den Fall, dass die Gelder keine erwirtschafteten Gewinne darstellen, sondern 'Entnahmen aus dem Kapital der Fondsgesellschaft.

 

 

Rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeiten

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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