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LEONIDAS Associates XIV Wind GmbH & Co. KG

Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG - Beteiligung an Windkraftanlagen in Frankreich

Mit dem im Juli 2013 aufgelegten Fonds Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG wollte das fränkische Emissionshaus Leonidas Associates nach sechs vorangegangenen Solarfonds, dem besonders unglücklichen  Wasserwirtschaftsfonds Leonidas Associates VII H2O und mehreren sehr langfristigen Windkraftsfonds den zweiten "Kurzläufer" - Fonds anbieten. Während der direkte Vorgängerfonds Leonidas Associetes XIII Wind GmbH & Co. KG eine Laufzeit von drei Jahren vorsah, liegt die vorgesehene Laufzeit beim Leonidas Associates XIV Wind - Fonds bei vier Jahren. Auch hier sollte deutschen Anlegern die Investition in "Windkraftanlagen in Frankreich" ermöglicht werden.

Bereits zum Ende der geplanten Laufzeit des Fonds am 31.12.2017 sollte nach dem Verkauf einer französischen Betreiebergesellschaft die prognostizierte Rendite von immerin 124 % erreicht werden.   Stand 2021 deutet vieles darauf hin, dass auch größere Verlustenicht ausschließen sind. Nachdem beim Vorgängerfonds Leonidas Associates VII H2O sogar das Risiko eines Totalverlustes droht, war spätestens 2020 auch eine Schieflage bei den  als "Kurzläufer" mit einer Laufzeit von weniger als 5 Jahren konzipierten Windkraftfonds Leonidas Associates XIII und XIV offensichtlich geworden.

Anders als bei den erst gegen Ende des Jahrzents auslaufenden Fonds müssen diese deutlich früher Rechenschaft über den Investitionserfolg ablegen. Nachdem schon in den letzten Jahren die jährlichen Ausschüttungen deutlich hinter den "konservativen Prognosen" zurückgeblieben sind und der geplante Exit bereits mehrere Jahre nicht realisiert werden konnte, wandte sich im Spätsommer 2020 die Fondsgeschäftsführung an die Anleger und bat um die schriftliche Zustimmung für den Verkauf von Windparks. Als Folge hätten sich für die Anleger Verluste von bis zu 40 %realisiert. Eine knappe Mehrheit der Anleger stimmte nicht zu, der Verkauf konnte nicht umgesetzt. werden. "Aufgeschoben ist nicht aufgehoben - alleine das Angebot der Fondsgeschäftsführung deutet darauf hin, dass das ganze Geschäft mit den französischen Windparks in schweres Fahrwasser geraten ist. Ein Weiterso bedeutet  nicht, dass die drohenden Verluste nicht auftreten. Spätestens wenn bei den  Kurzläufern der Exit nicht mehr aufgeschoben werden kann, muss das Fondsmanagement Farbe bekennen. Im schlimmsten Fall könnten dann noch größere Verluste drohen", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kanzlei Schädler Forster.

Dies gilt auch für die "Langläufer" - Fonds wie den Leonidas Associates VIII GmbH & Co. KG. Auch bei diesen waren die tatsächlichen Renditen deutlich hinter den prospektierten Prognosen zurückgeblieben. Gerade deren langfrstige Investmenterfolge beruhen auf dem Erfolg der Investitionen in französische Windparks. Die Renditeprobleme der "Kurzläufer" können darauf hindeuten, dass bereits jetzt die Grundlagen für den Investitionserfolg der noch fast zehn Jahre laufenden Fonds bedroht sind, auch wenn dies noch nicht aufgedeckt wurde.

Aktuell besteht der Verdacht, dass der unerwartet große Widerstand gegen den Verkauf auf einer seit längerer Zeit geplanten Gegenkampagne beruht. Auf der Ebene der Anlegerverwaltung scheint es einen Machtkampf um den Zugang zu den Anlegern zu geben. Nachdem sich ab Mitte 2017 Max-Robert Hug angeblich zurückgezogen hatte, bestimmte in den letzten Jahren Antje Grieseler den Kurs der Leonidas Fonds maßgeblich mit. Die tatsächlichen Hintergründe sind nicht bekannt. Bereits seit längerem vermuteten Brancheninsider einen Machtkampf hinter den Kullissen, bei dem auch das Wissen über mögliche Unregelmäßigkeiten im Konzern als Munition verwendet werden könnte.

Nicht ganz überraschend kam es im Spätsommer deshalb erst zur Ablehung der Verkaufspläne, dann zu Wechseln in der Geschäftsleitung der Leonidas. Ende 2020 wurde der Machtkampf durch den Rücktritt des als "Grieseler - Vertrauten" bezeichneten Ralf Schamberger als Vorstand und dem Ausscheiden von Antje Grieseler als Geschäftsführerin der Leonidas Treuhand GmbH offensichtlich. Über sogenannte Brancheninsider wird verbreitet, dass dies auf Druck der Anleger hin geschehen sei. Freilich dürften sich diese nicht von sich aus organisiert haben, um den mit Dr. Alexander Deicke einen einen "Interimsmanager" einzusetzen. Auch das Chaos der letzten Wochen um die Anlegerverwaltung - Mandanten berichten etwa von einer zeitweisen Unerreichbarkeit sowohl der Telefonnummer als auch der E-Mail - Adresse - deutet darauf hin, dass neben dem Wissen über mögliche Unregelmäßigkeiten insbesondere die Kontrolle der Anlegerstimmen wichtigstes Kapital in der aktuellen Auseinandersetzung sind. Als Geschäftsführer der Leonidas Treuhand GmbH fungiert Max-Robert Hug, der seinen Rückzug damit wohl beendet haben dürfte. Im Verkaufsprospekt zum Leonidas Associates VIII - Fonds hatte er als einer von zwei Geschäftsführern neben Antje Grieseler die Verantwortung für die Richtigkeit und Vollständigkeit des Verkaufsprospekts übernommen. In der von beiden unterschriebenen Einleitung heißt es zu den prognostizierten Renditen von 221 %, diese seien "auf Basis einer konservativen Kalkulation" erfolgt, nachdem "vom Erwartungswert sogar 10 % Sicherheitsabschlag abgezogen" wurden.

 

Beteiligung an der Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG - Beteiligung an Windkraftanlagen in Frankreich

Mit der Beteiligung an der  Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG sollten deutsche Anleger die Gelegenheit erhalten, sich mittelbar an Windkraftanlagen in der Normandie zu beteiligen. Da es sich um einen Blindpool - Fonds handelt, stand im Zeitpunkt der Prospektierung noch gar nicht fest, an welcher konkreten französischen SNC (Betreibergesellschaft) sich die Fondsgesellschaft überhaupt beteilgen sollte.

Typisch für die Prospekte der Leonidas finden sich im Prospekt technische Angaben und Darstellungen zu einer ganzen Reihe von Windparks in Frankreich, obwohl die genauen Investitionen im Zeitpunkt der Prospektierung völlig offen waren.

Konzeptgemäß beteiligte sich der Anleger über die Leonidas Treuhand GmbH (Treuhänderin) mit seiner Beteiligungssumme als (Treuhand-) Kommanditist an der Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG (Fondsgesellschaft). Nach Abzug der Fondsnebenkosten und der Fondskosten wird das verbleibende Nettoanlagekapital (86,12 % des Eigenkapitals ohne Agio, nur 82,02 % bei Berücksichtigung des vom Anleger zu bezahlenden Agios) über die Fondsgesellschaft Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. Kg über die Beteiligungsgesellschaften Leonidas Wind France GmbH & Co. KG und Leonidas Wind Capital GmbH einer im Prospektierungszeitpunkt noch nicht feststehenden französischen Betreibergesellschaft in Form einer SNC bereitgestellt.  Zusätzlich nimmt diese Fremdkapital auf, bis das Gesamtinvestitionsvolumen von rund EUR 36,5 Mio. erreicht ist. Konzeptgemäß macht das an die Beteiligungsgesellschaft weitergeleitete Nettoanlagekapital nur 25 % des Investitionskapitals aus. 75 % nimmt diese im Rahmen einer langfristigen Finanzierung etwa von Banken auf.

Auf diese Weise sollen ab 2014 jedes Jahr 7%  Ausschüttungen (vor Steuer) erfolgen. Bereits ab 2017 wird ein Anstieg erst auf 8 %, dann bis a 2026 sogar auf 14 % pro Jahr prognostiziert. Bis 2026 sollen sich diese Ausschüttungen auf 123% (vor Steuer) summieren. Am Ende der prognostizierten Beteiligungszeit ist der Exit für die Jahre 2027 und 2028 geplant, für die noch einmal 24 % bzw. 74 % Ausschüttungen prognostiziert sind. Insgesamt geht die Prognose von Ausschüttungen in Höhe von 124 % aus.  Anders als beiden "Langläufer" - Fonds ist der Anteil der aus dem Verkauf ("EXIT") der französischen SNC (Betreibergesellschaft) erzielten Rendite mit 112 % deutlich größer, da für die ersten drei Jahre mit 0 %, 4 % und 8 % Rendite nur ein kleiner Teil der Gesamtrendite prospektgemäß vorgesehen ist. Im Falle eines Verkufs unter dem der Prognose zugrundeliegenden Wert drohen konzeptgemäß erhebliche Verluste.

Der Mindestanlagebetrag für eine Beteiligung an der Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG beträgt 10.000 EUR zzgl. Agio. Mit einem geplanten Ende der  Laufzeit ursprünglich bereits zum 31.12.2017  handelt es sich um einen Fonds mit  kurzer Beteiligungszeit.

 

Risiken der Beteiligung an der Leonidas Associates XIV Wind GmbH & Co. KG

Bei einer unternehmerischen Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist besteht regelmäßig die Gefahr des Totalverlusts des investierten Betrages. Wegen der Beteiligung als (Treuhand-)Kommanditist ist die persönliche Haftung in solchen Fällen grundsätzlich auf die Beteiligungssumme begrenzt. Im besonderen Fall einer Finanzierung des Investments durch ein Darlehen des Anlegers haftet dieser für die Rückzahlung und die Zinsen mit seinem privaten Vermögen hingegen unbegrenzt, weshalb gerade bei der Anlage in geschlossene Fonds davon grundsätzlich abgeraten wird.

Immer wieder kommt es auch in Fällen einer Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist an einer GmbH & Co. KG im Fall des Scheiterns der Fondsgesellschaft zu Rückforderungen der ausgezahlten Ausschüttungen, sei es durchd die Fondsgesellschaft selbst oder im Falle einer Insolvenz durch den Insolvenzverwalter, insbesondere für den Fall, dass die Gelder keine erwirtschafteten Gewinne darstellen, sondern 'Entnahmen aus dem Kapital der Fondsgesellschaft.

 

 

Rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeiten

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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