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LEONIDAS Associates

Überschrift H2O

Update: Leonidas VII H2O: Böses Erwachen für Anleger

Mit dem im August 2011 aufgelegten Fonds Leonidas Associates VII H2O - wollte das fränkische Emissionshaus Leonidas Associates nach sechs vorangegangenen Solarfonds neue Wege beschreiten und deutschen Anlegern die Investition in "Anlagen der Wasserwirtschaft " ermöglichen. Stand 2020 darf das ursprüngliche Fondskozept als gescheitert betrachtet werden. Im Kern steht der Vorwurf, dass das Geld der Anleger nicht prospektgemäß investiert worden ist. Stattdessen wurden die Gelder offenbar schon vor Jahren in ein liechtensteinisches Investitionsvehikel, die Signia Capital Funds AGmvK transferiert. Im Zuge von Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit der Liquidierung der Gesellschaft mussten nach der Prüfung durch Wirtschaftsprüfer offenbar Millionenwerte abgeschrieben werden. Die prospektierten Ausschüttungen an die Anleger bleiben seitdem aus. Aus 2016 zwischenzeitlich veröffentlichenten Jahresabschlüssen ging hervor, dass von einem ursprünglichen Anlagevermögen der Fondsgesellschaft in Höhe von mehr als 21 Millionen EUR nur noch etwas mehr als 1,5 Millionen EUR   übrig sein dürften. Da bislang deutlich weniger als 10 % der Anlagesumme ausgeschüttet wurden, droht den Anlegern damit der Verlust eines großen Teils ihrer Investitionen.

 

Beteiligung an der Leonidas Associates VII GmbH & Co. KG

Mit der Beteiligung an der  Leonidas Associates VII H2O GmbH & Co. KG sollten deutsche Anleger die Gelegenheit erhalten, sich direkt an einem professionellen Prtfolio nachhaltiger Betriebe der Wasserwirtschaft "in westlichen Staaten wie den USA, Großbritannien, Spanien und Kanada" zu beteiligen. Diesen exklusiven Zugang - nach der Darstellug der Leonidas Associates waren Investitionen im professionellen Waasersektor ausschließlich internationalen Versorgungsunternehmen und internationalen Großanlegern vorbehalten - sollten die Anleger über das "Netzwerk der Signina Capital AG mit Sitz in der Finanzmetropole Zürich" erhalten.

Konzeptgemäß beteilitgte sich der Anleger über die HBS Vermögensverwaltungs GmbH (Treuhänderin) mit seiner Beteiligungssumme als Kommanditist an der Leonidas Associates VII H2O GmbH & Co. KG (Fondsgesellschaft). Nach Abzug der Fondsnebenkosten wird das verbleibende Nettoanlagekapital (88 % des Eigenkapitals ohne Agio) als Eigenkapital in die Beteiligungsgesellschaft eingelegt.  Diese investiert das zur Verfügung stehende Kapital in die Objektgesellschaften, entweder in Form einer Eigenkapitalanlageoder als Fremdkapital.  Konzeptgemäß macht das an die Beteiligungsgesellschaft weitergeleitete Nettoanlagekapital nur 33 % des Investitionskapitals aus. 67 % nimmt diese im Rahmen einer langfristigen Finanzierung von Banken auf.

Auf diese Weise sollen ab 2013 jedes Jahr 7% Ausschüttungen (vom Eigenkapital  ohne Agio) erfolgen. Bis 2021 sollen sich diese Ausschüttungen auf 65% (vom Eigenkapital ohne Agio) summieren. Am Ende der prognostizierten Beteiligungszeit ist der Exit geplant. Die Prognose geht von Ausschüttungen in Höhe von 403 % aus. Nach Steuern geht die Ausschüttungsprognose immerhin noch von 360% aus. Im Prospekt von 2011 erklären die Geschäftsführer Antje Grieseler und Max-Robert Hug, dass dies "auf Basis einer äußerst konservativen Kalkulation" erfolgt.

Der Mindestanlagebetrag für eine Beteiligung an der Leonidas Associates VII H2O GmbH & Co. KG beträgt 10.000 EUR zzgl. Agio. Mit einem Ende der  Laufzeit zum 31.12.2032, die ggf. sogar noch verlängert werden kann,  handelt es sich um einen Fonds mit  sehr langer Beteiligungszeit.

 

Risiken der Beteiligung an der Leonidas Associates VII H2O GmbH & Co. KG

Bei einer unternehmerischen Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist besteht regelmäßig die Gefahr des Totalverlusts des investierten Betrages. Wegen der Beteiligung als (Treuhand-)Kommanditist ist die persönliche Haftung in solchen Fällen grundsätzlich auf die Beteiligungssumme begrenzt. Im besonderen Fall einer Finanzierung des Investments durch ein Darlehen des Anlegers haftet dieser für die Rückzahlung und die Zinsen mit seinem privaten Vermögen hingegen unbegrenzt, weshalb gerade bei der Anlage in geschlossene Fonds davon grundsätzlich abgeraten wird.

Immer wieder kommt es auch in Fällen einer Beteiligung als (Treuhand-) Kommanditist an einer GmbH & Co. KG im Fall des Scheiterns der Fondsgesellschaft zu Rückforderungen der ausgezahlten Ausschüttungen, sei es durchd die Fondsgesellschaft selbst oder im Falle einer Insolvenz durch den Insolvenzverwalter, insbesondere für den Fall, dass die Gelder keine erwirtschafteten Gewinne darstellen, sondern 'Entnahmen aus dem Kapital der Fondsgesellschaft.

 

 

Rechtliche und wirtschaftliche Möglichkeiten

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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