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Staatsanwaltschaft weist auf Vollstreckungsmöglichkeit in beschlagnahmtes Vermögen von Malte Hartwieg hin

Staatsanwaltschaft weist auf Vollstreckungsmöglichkeiten in Vermögen von Malte Hartwieg hin

München, 02.08.2015 (urspr. Artikel, Anm. der Redaktion): Nachdem bereits ein halbes Jahr zuvor erste Strafanzeigen durch RA Stefan Forster eingereicht worden waren, sollte es noch bis Mitte 2014 dauern, bevor die zuständige Staatsanwaltschaft München I erstmals bundesweite Hausdurchsuchungen und umfangreichen Beschlagnahmungen beim dima24.de - Chef Malte Hartwieg und seinen vielen Gesellschaften vornahm. 

Die beschlagnahmten Vermögenswerte umfassen Gesellschaftsanteile, Konten, Lebensversicherungsverträge und persönliche Wertgegenstände von Malte Hartwieg selbst, wie sich aus der Veröffentlichung der Staatsanwaltschaft München I ergibt. Die Sicherungsmaßnahmen der Staatsanwaltschaft erstrecken sich bereits 2015 auf fast 15 Millionen EUR. Beim  überwiegenden Teil dürfte es sich dabei um Restgelder der verschiednenen Hartwieg-Fonds handeln. „Obwohl ich für meine Mandanten bereits im Jahr 2013 Strafanzeige in den betreffenden Verfahren erhoben hatten, fanden die ersten Beschlagnahmungen erst im Sommer 2014 statt. Es ist davon auszugehen, dass die betroffenen Fondsgesellschaften vor allem der Selfmade Capital und der NCI New Capital Invest  bereits den größten Teil der Anlegergeldergelder an die ausländischen Investmentgesellschaften weitergeleitet haben, es sich bei den beschlagnahmten Geldern damit nur um einen letzten Restbestand handelt. Wir sehen es als gute Nachricht für unsere Anleger, dass  erstmals größere Vermögenswerte beschlagnahmt werden konnten, auch wenn man etwas früher wohl noch mehr Anlegervermögen hätte sichern können", so Rechtsanwalt Stefan Forster.


Angesichts der mehr als 150 Millionen EUR an Anlegerkapital, die Malte Hartiweg und Christian Kruppa allein mit den von der dima24.de vertriebenen Fonds der Selfmade Capital und der NCI New Capital Invest bei deutschen Anlegern eingesammelt haben, erscheinen die beschlagnahmten persönlichen Wertgegenstände im Vergleich zu anderen Fällen relativ bescheiden: Neben diversen Münzen wurden etwa eine einzige Breitling-Luxusuhr, ein 10g-Goldbarren und mehrere edle Füllfederhalter sichergestellt. Nach Schilderungen ehemaliger Geschäftspartner von Malte Hartwieg dürftr dies nur einen Bruchteil der tatsächlichen Luxusgegenstände ausmachen. Zudem geht aus der Aufstellung der Staatsanwaltschaft hervor, dass der mit mehr als 10 Millionen EUR (Stand Goldpreis 2015, Anm. der Redaktion) größte Teil des bislang nachweisbaren Vermögen nach wie vor in Liechtenstein liegt. Hinsichtlich der bei der Philoro Edelmetall AG eingelagerten Goldbestände wurde bereits am 15.01.2015 ein Verfügungsverbot erwirkt. Darüber hinaus betont die Staatsanwaltschaft aber, dass sie keinerlei Beurteilung vornimmt, "ob und ggf. unter welchen Voraussetzungen durch die Verletzten gegebenenfalls Zugriff auf die im Ausland gesicherten Vermögenswerte genommen werden kann."


Das von der Staatsanwaltschaft vorangetriebene sog. Rückgewinnungsverfahren nach § 111g StPO (a.F. bis 01.07.2017, Anm. der Redaktion) hat grundsätzlich zum Ziel, den finanziellen Schaden der Verletzten einre Straftat zu ersetzen. Dennoch betont sie in ihrer Mitteilung gleichzeitig ausdrücklich, dass die Geschädigten hierfür selbst aktiv werden müssen: "Der vom Gesetz vorgesehene Ablauf sieht dabei vor, dass jeder/jede Verletzte selbst aktiv wird. Im Regelfall muss daher jeder/jede Verletzte seine/ihre eventuellen Ersatzansprüche gerichtlich geltend machen und anschließend mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen auf die von der Staatsanwaltschaft sozusagen stellvertretend gesicherten Vermögenswerte Zugriff nehmen. (...) Erfolgen keine Maßnahmen durch die Verletzten, erhält der jeweilige Arrestschuldner möglicherweise die gesicherten Vermögenswerte wieder zurück!".

Geschädigte Anleger können also nicht erwarten, dass sie durch bloßes Abwarten verlorenes Vermögen zurückbekommen. Jede Zwangsvollstreckung auch in das in Deutschland  bereits beschlagnahmt Vermögen setzt grundsätzlich einen zivilrechtlichen Titel voraus, etwa ein vollstreckbares Urteil. Damit werden die  beschlagnahmten Millionen nach der bis dahin geltenden Rechtslage gerade nicht gleichmäßig etwa durch die Staatsanwaltschaft selbst unter allen möglilcherweise  geschädigten Anlegern verteilt. Ein endgültiges Befriedigungsrecht steht grundsätzlich  nur denjenigen zu, die rechtzeitig ein rechtskräftiges Urteil erstritten haben.

"Die Kanzlei Schädler Forster vertritt einnen großen Teil der klagenden dima24.de - Anleger, die sich an den Fonds der Selfmade Capital, der NCI New Capital Invest und der EURO GRUNDINVEST beteiligt haben, erfolgreich in vielen Verfahren vor dem Landgericht München I und dem Oberlandesgericht München. Regelmäßig können diese durch rechtskräftige Urteile gegen die dima24.de - Vertriebsgesellschaften, die Fondsgesellschaften und Malte Hartwieg persönlich erfolgreich beendet werden", so Rechtsanwalt Stefan Forster. "Wir verfolgen dabei nicht nur die Vollstreckung in eventuell beschlagnahmtes Vermögen von Malte Hartwieg, sondern auch die Vollstreckung im europäischen Ausland. Ich persönlich gehe davon aus, dass das beschlagnahmte Vermögen, selbst die Goldbestände in Liechtenstein nur einen kleinen Teil des Vermögens ausmacht. Nach den neuesten Rechercheergebnissen deutet zudem vieles darauf hin, dass  ein großer Teil der Anlegergelder mutmaßlich vom Investmentchef Christian Kruppa für sich selbst verwendet wurde. Auch aufgrund der bereits gegen diesen erzielten rechtskräftigen Urteile hoffen wir, zusätzliche Vermögenswerte für die von uns vertretenen Amleger sichern zu können."


Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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