Javascript ist deaktiviert. Dadurch ist die Funktionalität der Website stark eingeschränkt.

Selfmade Capital

Mit aggressiven Verkaufsstrategien hatte Malte Hartwieg nach der Jahrtausendwende mit der dima24.de einen bedeutenden Vertriebskonzern für geschlossene Fonds aufgebaut. Nach dessen Weggang vom Emissionshaus TREND CAPITAL gründete Malte Hartwieg mit Christian Kruppa Anfang 2008 das Emissionshaus SELFMADE CAPITAL.

Fünf Jahre lang wurden in kurzen Abständen insgesamt acht Selfmade Capital - Fonds mit einem Volumen von rund 80 Millionen EUR aufgelegt. In Fortführung seiner früheren Tätigkeit in Dubai sollte der Investmentchef Christian Kruppa die Investitionen in den Vereinigten Arabischen Emiraten über seine verschiedenen Middle East Ventures - Gesellschaften durchführen.

Noch unter dem Einfluss des Immobilienbooms Mitte der 2000er-Jahre sollten die  ersten Fonds Selfmade Capital EMIRATES I bis III durch die Investition in verschiedene Immobilienprojekte, insbesondere Wohnanlagen für Fremdarbeiter, als "Ultra-Kurzläufer" kurzfristige Renditen einspielen.

Der 2009 aufgelegte Fonds Selfmade Capital EMIRATES IV warb mit einer Investition in die "erste Gold- und Silberraffinerie in Abu Dhabi", angeblich abgesichert durch eine "Staatsgarantie von Abu Dhabi".

Es folgten die Fonds Selfmade Capital EMIRATES V und Selfmade Capital 7, welche in eine Biodiesel-Raffinerie bzw. eine Ready-Mix-Fertigbetonanlage auf dem Gelände des Flughafens von Abu Dhabi investieren sollten. Gleichzeitig wurde der Fonds Selfmade Capital INDIA 6 aufgelegt, welcher Investitionen in ein Wohnungsbauprojekt in Indien in Aussicht stellte.

Zuletzt wurde im Jahr 2013 noch der  Selfmade Capital 8 aufgelegt. Von der dima24.de aggressiv als Investition in den Bau eines Luxushotels auf der Karibikinsel St. Lucia vermarktet, wurden die eingesammelten Anlegergelder offenbar noch im Jahr 2014 in diverse Immobilienprojekte auf Mallorca umgeleitet, in die zuvor schon Gelder der ebenfalls von Malte Hartwieg initiierten EURO GRUNDINVEST -Fonds geflossen waren.

Auf die erfolgreiche Platzierung der Fonds ab Mitte 2008 folgten Jahre voller Erfolgsmeldungen seitens der SELFMADE CAPITAL. Die regelmäßig auch vond er dima24.de verbreiteten Berichte des Investmentchefs Christian Kruppa zu den einzelnen konkreten Investitionsprojekten in den Vereinigten Arabischen Emiraten waren wesentlich für den Vertriebserfolg des dima24.de - Konzerns. Neue Anleger wurden durch die Vermittler des dima24.de - Konzerns gerade mit dem Verweis auf die Erfolge der  Vorgängerfonds und den Fortschritt der einzelnen Investitionsprojekte geworben. Ergänzend verwiesen die Vermittler auf zahlreiche hervorragende Ratingberichte und eigene Besuche vor Ort in Dubai und Abu Dhabi.

Zuletzt hatte der Investmentchef offenbar Probleme bei der Begleichung der hohen für das empfangene Genussrechtskapital zu zahlendne Zinsen. Kurze Zeit nachdem offenbar Zahlungen der von Christian Kruppa geführten Investmentgesellschaften ausgeblieben waren, musste die Selfmade Capital mitteilen, dass die Rückzahlung der Anlegergelder stark gefährdet ist.

Seitdem haben fast alle Gesellschaften der Selfmade Capital - Gruppe Insolvenz beantragt. Recherchen von RA Stefan Forster offenbarten massive Anlegertäuschungen des dima24.de - Konzerns beim Telefonvertrieb der Fonds. Nach umfangreichen Recherchen u.a. vor Ort in Abu Dhabi deutet zudem alles darauf hin, dass die angeblich erfolgreichen Investitionen nur vorgetäuscht waren und die Anlegergelder von den Initiatoren im Rahmen eines "Schneeballsystems" größtenteils für eigene Zwecke verwendet wurden. Nach Strafanzeigen durch RA Stefan Forster führte die Staatsanwaltschaft München I seit mehreren JahrenErmittlungen u.a. gegen Malte Hartwieg und Christian Kruppa wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen (Kapitalanlage-) Betruges zu Lasten von hunderten Anlegern, in deren Zuge es bereits zu umfangreichen Durchsuchungen und Beschlagnahmungen von Vermögenswerten im In- und Ausland gekommen ist. Nach Abschluss des Ermittlungsverfahrens im Herbst 2019 steht nun die Anklage der Staatsanwaltschaft München I im Strafverfahren vor dem LG München unmittelbar bevor.

Die Zeichnungsentscheidung der Anleger beruht  nach unserer Erfahrung fast immer auf fehlerhaftem Prospektmaterial, falschen Ratings sowie der Falschberatung durch die dima24.de. In zahlreichen von Rechtsanwalt Stefan Forster geführten Verfahren hat das Landgericht München I Zeichnern der verschiedenen SELFMADE CAPITAL - Fonds Schadensersatzansprüche gegen die dima24.de, die SELFMADE CAPITAL und Malte Hartwieg persönlich zuerkannt. Vor dem OLG München konnten in Parallelverfahren in zweiter Instanz bereits erste rechtskräftige Urteile gegen Christian Kruppa erstritten werden. Zudem vertritt die Kanzlei Lachmair & Kollegen zahlreiche Mandanten in den vom Insolvenzverwalter RA Rolf G. Pohlmann eingeleiteten Insolvenzverfahren.

Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Mit Rechtsanwalt Stefan Forster steht ein auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalte für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der von Beginn an wesentlich zur Aufklärung der Machenschaften von Malte Hartwieg, der dima24.de und der SELFMADE CAPITAL beigetragen hat und einen großen Teil der betroffenen Anleger vertritt.

Kostenlose Erstberatung:info@schaedler-forster.de

 

Weitere Artikel:

Staatsanwaltschaft weist auf Vollstreckungsmöglichkeit in Beschlagnahmtes Vermögen von Malte Hartwieg hin (02.08.2015) 

Gold und Vermögenswerte von Malte Hartwieg in Liechtenstein aufgetaucht (14.02.2015)

Anlegerkapital der Selfmade Capital und NCI New Capital Invest von Christian Kruppa abgezweigt (01.05.2014)

Aktuelles

In den Tagen vor dem Bekanntwerden des milliardenschweren Bilanzbetruges samt Insolvenz bei der Wirecard AG erfreuten sich die Aktien noch großer...

weiterlesen

Obwohl die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) die Kontrolle bei der nicht von der Insolvenz betroffenen insolventen Wirecard-Bank AG...

weiterlesen

Wir informieren Sie hier über das Insolvenzverfahren, Ihre Schadensersatzansprüche, Verjährungsfragen, eine mögliche Klage und andere, kostenschonende...

weiterlesen

München, 22.06.2020: Der Wirecard - Skandal erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt, nachdem 1,9 Milliarden Eur an Treuhandvermögen auf den Philippinen...

weiterlesen

Was bisher schon in besonderen Konstellationen möglich war, wird nun zur Regel. Der Europäische Gerichtshof entschied, dass die in Deutschland bei...

weiterlesen

Die Entscheidung des EuGH zum Widerrruf von Immobiiliendarlehen wirkt sich auch unmittelbar auf viele KfZ-Darlehen aus. Verbraucher können durch den...

weiterlesen

Großer Sieg beim Europäischen Gerichtshof: Millionen Verbraucher haben nun die Chance sich hoher Zinsen zu entledigen. Widerrufbar sind fast alle...

weiterlesen

Die vorläufigen Insolvenzverwalter haben nun die Vermutungen bestätigt, dass ein Großteil der verkauften Container fehlt. Jetzt hat auch die...

weiterlesen