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Gold und Vermögenswerte von Malte Hartwieg in Liechtenstein aufgetaucht

Gold und Vermögen von Malte Hartwieg in Liechtenstein aufgetaucht

Teile des Privat- und Firmenvermögens von Malte Hartwieg beschlagnahmt - Große Goldbestände in Liechtenstein festgesetzt - Anleger müssen selbst aktiv werden - Verbleib der restlichen Anlegergelder unklar

München, 14.02.2015 (urspr. Artikel, Anmerkung der Redaktion) Bereits Mitte des Jahres 2014 kam es  bundesweit zu Hausdurchsuchungen und umfangreichen Beschlagnahmungen beim dima24.de Chef Malte Hartwieg und seinen zahllosen Gesellschaften des dima24.de - Konzerns und der Emissionshäuser Selfmade Capital, NCI New Captital Invest und EURO GRUNDINVEST. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft München I erstrecken sich die Sicherungsmaßnahmen auf fast 15 Millionen EUR. Unter den bechlagnahemten Vermögensgegenständen befinden sich Gesellsschaftsanteile, Konten, Lebensversicherungsverträge und persönliche Wertgegenstände von Malte Hartwieg selbst.

Mehrere Monate nach den umfangreichen Durchsuchungen bei Malte Hartwieg und seinem Firmenimperium tragen die von unseren Mandanten veranlassten Ermittlungen der Staatsanwaltschaft weitere Früchte:

Bereits im Oktober 2014 beschloss das fürstliche Landgericht Liechtenstein gut 230 Kilogramm Gold der Hartwieg-Gruppe im Wert von 8,3 Millionen EUR einzufrieren, dazu weitere 1,6 Millionen EUR aus dem bereits verkauften Goldbeständen. Bei den in Liechtenstein festgesetzten Vermögenswerten handelt es sich offensichtlich um den Kaufpreis für den Verkauf der EURO GRUNDINVEST - Gruppe an die Schweizer IPF AG des Investmentunternehmers Sven Donhuysen.  Dieser hatte nach im Spätsommer 2014 das Ruder beim zwischenzeitlich ebenso gescheiterten Emissionshaus EURO GRUNDINVEST übernommen, Malte Hartwieg hatte Deutschland nach einem Intermezzo auf Mallorca in Richtung Ungarn verlassen.

Dem Beschluss des Fürstlichen Landgerichts Liechtenstein lässt sich entnehmen, dass rund  ursprünglich rund 323 Kilogramm Gold als Gegenleistung für diverse Gesellschaftsanteile an Malte Hartwieg gezahlt worden sind. Diese Vorgehensweise ist ungewöhnlich - es steht der Verdacht im Raum, dass sich Malte Hartwieg mit dem Kapital der EUROGRUNDINVEST - Anleger letztlich selbst bezahlt hat.

So soll die EURO GRUNDINVEST bereits am 15. April 2014 ein Darlehen über 15 Millionen EUR an die polnische New Media Communication gegeben haben, welche kurz darauf für zehn Millionen EUR 328 Kilogramm Gold beim österreichischen Edelmetallhändler Philoro erwarb. Beiden Gesellschaften stehen im Verdacht, zum Dunstkreis des in Wien lebenden Jörg Schmolinski zu gehören, gegen den nach dem Scheitern der Canda Gold Trust - Fonds ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden war. Auch Sven Donhuysen war vor seiner Übernahme der EURO GRUNDINVEST mit diesem zusammen einer der beiden Hauptgesellschafter der Henning Gold Mines Inc. in Canada.

Wie das Handelsblatt in seiner Ausgabe vom 13.02.2015 berichtet, wurde dieses mit geliehenem Geld gekaufte Gold wiederum Gold an die Basler IPF AG verliehen, welche dann die EURO GRUNDINVEST - Anteile von Malte Hartwieg erwarb.

 Rechtsanwalt Stefan Forster, der mit vielen dima24.de - Anlegern auch einen großen Teil der EURO GRUNDINVEST - Anleger vertritt:"Eine solche Konstruktion lässt sich nur damit erklären, dass hier an den Anlegern vorbei heimlich erhebliche Vermögenswerte aus der EURO GRUNDINVEST gezogen worden sind. Aus meiner Sicht deutet dies auf eine große kriminelle Energie der Beteiligten hin." Derselben Meinung war offenbar auch das Fürstliche Landgericht in Liechtenstein - als Begründung für das Einfrieren der Goldbestände nannte es den hinreichenden Verdacht, dass die Goldbestände "zumindest teilweise aus strafbaren Handlungen (...) stammen" . Daraus folge der begründete Verdacht, dass hier Vermögen in Liechtenstein versteckt oder gewaschen werden sollte.

Im Zusammenhanf mit den genannten Personen lässt das Stichwort Gold aufhorchen. Denn bei Sven Donhuysen handelt es sich nicht nur um den neuen Eigentümer der EURO GRUNDINVEST - Guppe, sondern auch um einen Director und Anteilseigner der Henning Gold Mines Inc. und damit der HGM -Gruppe, an die die Anlegergelder der Canada Gold Trust Fonds und des Gold Bonus Programms geflossen waren. Auch der letzte Fonds der NCI, der  zwischenzeitlich ebenso insolvente NCI New Capital Invest 21 sollte konzeptgemäß in Gesellschaften aus dem Umfeld der HGM - Gruppe investieren.. Nach ausgebliebenen Goldfunden und drohender Unterfinanzierung drohen auch hier Verluste für die Anleger. "Die von uns vertretenen Anleger haben von Anfang an Schadensersatzansprüche auch gegen Malte Hartwieg persönlich geltend gemacht. Die aktuellen Erkenntnisse bestätigen uns in der Ansicht, dass sich Malte Hartwieg einen großen Teil der Anlegergelder selbst gesichert hat.", so Rechtsanwalt Stefan Forster von der Kapitalmarktkanzlei Schädler Forster .


Betroffenen Anlegern wird deshalb dringend empfohlen, sich in dieser Sache von qualifizierten und unabhängigen Anlegeranwälten beraten zu lassen. Rechtsanwalt Stefan Forster steht dabei als auf die Vertretung von Fondsanlegern spezialisierter Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht zur Verfügung, der sich in den letzten Jahren wesentlich um die Aufklärung der Machenschaften der dima24.de verdient gemacht und mittlerweile mehrere hundert betroffene Anleger vertreten hat.

 

Kostenlose Erstberatung: Rechtsanwalt Stefan Forster

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